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Kann der CFD Broker gegen mich handeln?

Diese Sorge treibt viele Trader um: Ist es möglich, dass der Broker gezielt gegen seine eigenen Kunden handelt? Die Antwort: Prinzipiell ja, aber nicht zwangsläufig. Um seriöse Broker zu erkennen, sollten Trader typische Muster der Übervorteilung ebenso kennen wie das Geschäftsmodell Ihres Brokers.

Wie verdient ein CFD Broker Geld?

Wer wissen möchte, ob der eigene Broker gegen seine Kunden handelt, muss zwei Fragen voneinander trennen:

  1. Wie könnte ein Broker gegen seine Kunden handeln?
  2. Handelt der Broker tatsächlich gegen seine Kunden?

Um zu verstehen, wie ein Broker gegen seine Kunden handeln könnte, ist zunächst ein Blick auf das Geschäftsmodell von CFD Brokern notwendig. Hier gibt es grob vereinfacht zwei Varianten. Einige Broker sind Market Maker, andere sind DMA bzw. STP Broker. Was bedeutet dies?

Das Geschäftsmodell von Market Makern

Ein Market Maker stellt selbst laufend Ankaufs- und Verkaufskurse für alle CFDs. Darüber hinaus begibt sich der Market Maker auch in die Gegenposition zu seinen Kunden. Kauft ein Kunde, verkauft der Broker und umgekehrt.

Wenn nun die Kunden eines CFD Brokers 10.000 Longpositionen in einem CFD auf den DAX eröffnen und gleichzeitig 10.000 Shortpositionen durch andere Kunden eröffnet werden, gleicht sich dies vollständig aus. Der Broker verdient Geld durch die Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs und ist selbst nicht wirtschaftlich investiert. Die Gewinne, die Kunden mit Longpositionen erzielen, entsprechen den Verlusten, die andere Kunden mit Shortpositionen erleiden. Dem Broker könnte die Kursentwicklung im DAX somit vollkommen egal sein.

Anders verhält  es sich, wenn den 10.000 Longpositionen der Kundschaft nur 7000 Shortpositionen gegenüberstehen. Dann „sitzt“ der Marketmaker netto auf 3000 Longpositionen. Er ist also selbst im DAX investiert. Steigt der DAX, verdient der Broker wie ein Spekulant Geld. Verliert der DAX, verliert der Broker genauso wie ein Spekulant Geld.

Dieser Interessenkonflikt wird häufig als Argument gegen Market Making angeführt. Ganz so einfach ist es aber nicht. Ein Broker, der netto in zum Beispiel 3000 Longpositionen im DAX investiert ist, kann leicht Abhilfe schaffen. Dazu muss er lediglich am Terminmarkt 3000 Shortpositionen im DAX eröffnen. Diese gleichen die Entwicklung der Longpositionen dann vollständig aus. Der Broker ist dann nicht mehr selbst im DAX investiert.

Tatsächlich operieren die meisten Marketmaker nach genau diesem Modell. Durch spezielle Software ist es den Anbietern möglich, die Bestände der Kunden in Bruchteilen von Sekunden auszugleichen.

Das Geschäftsmodell von DMA und STP Brokern

Anders als Marketmaker beziehen DMA und STP Broker die Kurse ihrer CFDs von dritter Seite. DMA steht für Direct Market Access und bezeichnet den Handel mit Aktien, Indices und anderen Wertpapieren bzw. CFDs darauf. Beim DMA Handel entsprechen die Kurse des CFDs den Kursen an der Börse. Die Broker verdienen damit nichts an den Spreads und stellen stattdessen Kommissionen in Rechnung. Dies ist ein sehr ehrliches Dienstleistungsmodell.

Über STP (Straight Through Processing) werden Devisen gehandelt. Für Devisen gibt es keine offizielle Börse. Der Broker bezieht die Kurse dann von einem Bankenpool und stellt (jedenfalls bei echtem STP) seinen Kunden auch exakt diese Kurse zur Verfügung. Auch hier verdient der Broker nicht an den Spreads und verlangt stattdessen Kommissionen.

Spekuliert der Broker gegen die Kunden?

Szenario: Der Broker manipuliert mit Slippage

Szenario: Der Broker kassiert mit Stop Phishing ab

Woran lässt sich ein seriöser Broker erkennen?