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Was bedeutet der Hebel im CFD Handel?

Hebel im CFD HandelDie Hebelwirkung ist ein ganz wesentliches Kennzeichen des CFD Handels. Der Hebel ist das Resultat des Marginprinzips. Dieser Beitrag erklärt, wie der Hebel funktioniert und welche Chancen und Gefahren er mit sich bringt.

Definition: Was ist ein Finanzhebel?

Wer in einen CFD investiert, zahlt nicht den gesamten Marktwert der Position ein. Stattdessen wird nur ein Bruchteil, die sogenannte Margin, eingezahlt. Das Prinzip ist dasselbe wie bei einem kreditfinanzierten Aktienkauf. Dazu ein Fallbeispiel.

Ein Anleger kauft Aktien im Wert von 10.000 EUR vollständig mit Eigenkapital. Der Wert der Aktie steigt um 10 %. Der Anleger gewinnt 1000 EUR bzw. 10 % seines Eigenkapitals hinzu.

Ein anderer Anleger besitzt lediglich 5000 EUR, möchte jedoch ebenfalls Aktien für 10.000 EUR kaufen. Deshalb leiht er sich weitere 5000 EUR von einer Bank. Er verfügt damit über insgesamt 10.000 EUR und kauft dafür Aktien. Steigt die Aktie um 10 %, beträgt der Gewinn ebenfalls 1000 EUR und damit 10 % der Gesamtposition. Bezogen auf das eingesetzte Eigenkapital (5000 EUR) beträgt der Gewinn jedoch 20 %.

Der Finanzhebel ist umso größer, je geringer der Eigenkapitalanteil einer Position ist. Ein Beispiel: Hätte der Anleger Aktien im Wert von 10.000 EUR gekauft und lediglich 100 EUR davon mit eigenem Geld finanziert, hätte er bei einem Kursanstieg um 10 % ebenfalls 1000 EUR verdient. 1000 EUR bedeuten jedoch das Zehnfache des eingesetzten Eigenkapitals.

Diese Eigenschaften der Hebelwirkung sind wichtig:

  • Die Hebelwirkung ist umso größer, je geringer der Eigenkapitalanteil einer Position ist
  • Der Hebel ist der Kehrwert der Initial Margin
  • Die Hebelwirkung wirkt in beide Richtungen (Gewinne und Verluste)

Fallbeispiel: So funktioniert die Hebelwirkung bei Gewinnen

Hebelwirkung und Verluste

Welche Hebel gibt es?