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Trading Lexikon

  • Abgeltungsteuer
    Die Abgeltungsteuer ist in Deutschland die Steuer auf Kapitalerträge. Dazu zählen auch Gewinne aus dem CFD Handel. Die Steuer beträgt 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Bei deutschen Brokern wird die Steuer automatisch einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Bei ausländischen Brokern (auch solchen, die zwar eine Zweigniederlassung, aber keine Tochtergesellschaft in Deutschland betreiben) wird die Steuer nicht automatisch abgeführt. Trader müssen die Steuer selbst berechnen, in ihrer Steuererklärung angeben und die Steuer an das Finanzamt entrichten.
  • BaFin
    Als BaFin wird die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht bezeichnet. Dies ist die wichtigste deutsche Aufsichtsbehörde für den Finanzsektor. Die BaFin erteilt Banken und Brokern Lizenzen, überwacht den Geschäftsbetrieb und spricht Verbote sowie Warnungen aus. Die BaFin ist grundsätzlich für Broker zuständig, deren Hauptsitz sich in Deutschland befindet. Auch Broker aus dem Ausland, die in Deutschland eine vollwertige Tochtergesellschaft unterhalten, unterliegen der Aufsicht durch die BaFin. Für Auslandsbroker, die in Deutschland lediglich eine Zweigniederlassung unterhalten, ist die BaFin jedoch nur sehr eingeschränkt zuständig. Diese Zweigniederlassungen sind zwar bei der Behörde registriert, werden durch diese jedoch de facto nicht überwacht.
  • Balkenchart
    Ein Balkenchart ist eine Möglichkeit zur Darstellung von Kursverläufen. In einem solchen Chart bezieht sich ein Balken auf jeweils eine Periode (zum Beispiel 1 Tag, 1 Stunde oder 1 Woche). Der Balkenchart besteht aus einer längeren vertikalen Linie mit jeweils einem kleinen horizontalen Haken links und rechts. Der höchste Punkt der vertikalen Linie ist der höchste Kurs der Periode. Der niedrigste Kurs der vertikalen Linie ist der tiefste Kurs der Periode. Der Haken links markiert den Eröffnungskurs, der Haken rechts den Schlusskurs. In vielen Chartingprogrammen werden Balken, bei denen der Eröffnungs- über dem Schlusskurs liegt in schwarzer Farbe dargestellt. Balken, bei denen der Schlusskurs unter dem Eröffnungskurs liegt, werden rot dargestellt.
  • Barrel
    Ein Barrel ist eine Maßeinheit und insbesondere für den Handel mit CFDs auf Rohöl relevant. Dort bezieht sich die Angabe auf das US-amerikanische Barrel mit 158,987 l.
  • Brent
    Brent ist die wichtigste Rohölsorte auf den europäischen Markt. Viele CFDs auf Öl beziehen sich auf Brent. Der Brent Kurs ist von Kursen anderer Ölsorten wie zum Beispiel WTI zu unterscheiden. Das Öl wird in der Nordsee gefördert. Deswegen wird Brent Öl in den Medien häufig als Nordseesorte bezeichnet. Das Öl entstammt nicht mehr ausschließlich aus dem Brent Ölfeld. Gefordert wird stattdessen auf vier Feldern (Brent, Forties, Oseberg und Ekofisk).
  • Briefkurs
    Der Briefkurs ist der Kurs, zu dem eine Shortposition geschlossen und eine Longpositionen eröffnet wird. Der Briefkurs ist damit das Gegenstück zum Geldkurs. Der Briefkurs ist stets höher als der Geldkurs. Die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs wird auch als Spread bezeichnet. Der Spread markiert aus Sicht von Anlegern Kosten im CFD Handel. Wird eine Shortposition eröffnet, wird diese zum niedrigeren Geldkurs verkauft, direkt danach jedoch zum höheren Briefkurs bewertet. Daraus resultiert ein anfänglicher, minimaler Verlust in Höhe des Spreads.
  • Broker Spread
    Der Spread im CFD Handel kann aus zwei Komponenten bestehen. Ein Broker kann auf den Spread einer Referenzbörse einen Zuschlag vornehmen. Der Spread der Referenzbörse wird dann als Marktspread bezeichnet. Der Zuschlag wird das Brokerspread bezeichnet. Ein Brokerspread fällt bei allen CFD Brokern an, die keine expliziten Kommissionen erheben.
  • Close Out Level
    Der Close Out Level bezeichnet einen Prozentsatz der Initial Margin. Wird dieser Prozentsatz erreicht, schließt der Broker automatisch geöffnete Positionen. Die Margin dient als Sicherheitsleistung. Verluste in einer Position reduzieren diese Sicherheitsleistung. Der Close Out Level gibt an, ab welchem Schwellenwert es zur automatischen Schließung von Positionen kommt. Ein Beispiel: Eine Position in einem Aktien CFD mit einem Marktwert von 1000 EUR erfordert eine Initial Margin in Höhe von 5 %. Der Close Out Level beträgt 30 %. Dieser Prozentwert bezieht sich auf die Initial Margin. Sind nur noch 30 % oder weniger Initial Margin vorhanden, schließt der Broker die Position.
  • CySEC
    Mit dem Kürzel CySEC wird der Name der Cyprus Securities Exchange Commission abgekürzt. Die CySEC ist die wichtigste Finanzaufsichtsbehörde des EU Mitgliedstaats Zypern. Die Behörde ist auch für Anleger in Deutschland relativ relevant, da viele CFD Broker ihren Sitz in Zypern haben. Die CySEC erteilt Brokern und Banken Lizenzen und überwacht den Geschäftsbetrieb. Auf der Homepage der CySEC können Anleger feststellen, ob ein bestimmter Broker für das angebotene Produkt tatsächlich eine Lizenz besitzt. Die CySEC veröffentlicht eine Liste mit geprüften URLs. In der Liste können Anleger feststellen, ob eine bestimmte URL tatsächlich zu einem bestimmten Broker gehört.
  • DAX
    Die Abkürzung DAX steht für Deutscher Aktienindex und bezieht sich zumeist auf den DAX 30. Der DAX 30 ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Er misst die Wertentwicklung der 30 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands. Der Index wird durch die Deutsche Börse AG berechnet. Bei der Ermittlung der 30 größten Unternehmen werden dabei ausschließlich im Streubesitz befindliche Anteile der Marktkapitalisierung berücksichtigt. Die meisten CFDs auf den DAX beziehen sich auf den Performanceindex. Bei diesem werden Dividenden, die durch im DAX vertretene Unternehmen ausgeschüttet werden, rechnerisch reinvestiert. Die Dividendenausschüttung wirkt sich dann nicht auf den CFD Kurs aus. Vereinzelt gibt es CFDs auf den Kursindex. Hier werden die Dividenden nicht reinvestiert.
  • Daytrading
    Daytrading, auch Intraday Trading, bezeichnet Handelsansätze, bei denen Eröffnung und Schließung einer Position innerhalb eines einzigen Handelstages erfolgen. Es werden (in der Regel) keine Positionen über Nacht oder über ein Wochenende gehalten. Im Daytrading kommen sehr heterogene strategische Ansätze zum Einsatz. Dazu zählen zum Beispiel Trendfolgestrategien, Ausbruchstrategien und Swing Trading.
  • Demokonto
    Ein Demokonto ist ein Simulationskonto, mit dem der CFD Handel simuliert wird. Das Simulationskonto beinhaltet eine Benutzeroberfläche, Live Kursdaten und viele weitere Funktionen der Handelsplattform. Anwender können Transaktionen tätigen, Transaktionshistorien einsehen usw. Allerdings wird nicht mit echtem Geld, sondern mit virtuellem Kapital gehandelt. Dadurch besteht kein Verlustrisiko. Demokonten werden durch die meisten CFD Broker angeboten. Im Idealfall ist die Nutzung zeitlich unbeschränkt und mit realistischen Kursen möglich.
  • Dividende
    Eine Dividende ist die (zumeist jährliche) Ausschüttung von Gewinnen einer Aktiengesellschaft an die Aktionäre. Dividendenausschüttungen sind für den CFD Handel relevant. Am Dividendenstichtag sinkt der Aktienkurs typischerweise um den Betrag der ausgeschütteten Dividende. Im CFD auf eine solche Aktie fällt ein Verlust an. Der Inhaber eines CFDs besitzt keinen Anspruch gegen die Aktiengesellschaft auf Zahlung einer Dividende. Die Dividendenzahlung wird aber durch den Broker ausgeglichen. Ein Beispiel: Eine Aktie notiert vor der Dividendenzahlung bei 100 EUR. Es wird eine Dividende in Höhe von 6 EUR ausgeschüttet. Der Kurs fällt auf 94 EUR. Im CFD fällt ein Verlust in Höhe von 6 EUR pro Kontrakt an. Gleichzeitig erhält der Inhaber des CFDs durch den Broker eine Gutschrift in Höhe von 6 EUR pro Kontrakt. Einige Broker behalten einen Teil von ausgeschütteten Dividenden als Gebühr ein.
  • Dow Jones
    Wird im Zusammenhang mit Indices vom Dow Jones gesprochen, ist zumeist der Dow Jones Industrial Average (DJIA) gemeint. Der Dow Jones zählt zu den Indices, die bereits 1884 durch die Gründer des Wall Street Journals konstruiert wurden. Im Dow Jones sind die 30 größten amerikanischen Unternehmen vertreten. Fast alle CFD Broker bieten CFDs auf den Jones an. Da der Indexstand sehr hoch liegt, sind Kontraktgrößen unter 1,0 USD pro Indexpunkt üblich, zum Beispiel 0,10 USD.
  • Einlagensicherung
    Zur Einlagensicherung gehören Einrichtungen und gesetzliche Vorgaben. Diese dienen dazu, die durch Kunden bei CFD Brokern eingezahlten Gelder zu schützen. Der Schutz bezieht sich nicht auf mögliche Verluste im Handel, sondern auf Verluste im Zusammenhang mit einer Insolvenz des Brokers oder der kontoführenden Bank. Broker ohne eigene Banklizenz sind verpflichtet, die Kundengelder auf segregierten Kundenkonten bei lizenzierten Kreditinstituten zu verwahren. Im Hinblick auf die Einlagensicherung sind zwei Szenarien zu unterscheiden. Kommt es zu einer Insolvenz des Brokers, sind die auf dem segegierten Bankkonto gehaltenen Gelder davon nicht betroffen. Betroffen sind dann allerdings sämtliche offene Forderungen gegen den Broker. Diese sind in Deutschland zu 90 % bis maximal 20.000 EUR pro Kunde über die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen abgesichert. An diese Einrichtung sind Broker mit Hauptsitz in Deutschland angebunden. Auch in anderen Ländern gibt es Einrichtungen, die Anleger im Insolvenzfall für Forderungen gegen den Broker entschädigen. Dazu zählt zum Beispiel das FSCS in Großbritannien (50.000 GBP pro Kunde) und der ICF in Zypern (90 % bis maximal 20.000 EUR pro Kunde). Im Fall einer Pleite der kontoführenden Bank greift die jeweilige nationale Einlagensicherung. In Deutschland ist dann zum Beispiel die sogenannte gesetzliche Einlagensicherung zuständig. Diese sieht eine Entschädigung bis 100.000 EUR pro Kunde zu 100 % vor. Darüber hinaus kann eine freiwillige Einlagensicherung greifen.
  • Expert Advisors
    Expert Advisors sind Skripte auf Basis der Programmiersprache MQL. Expert Advisors kommen bei den Handelsplattformen MetaTrader4 und MetaTrader5 zum Einsatz. Bei den Skripten kann es sich um einfache technische Indikatoren oder komplette automatisierte Handelssysteme handeln. Dient ein Expert Advisor als automatisiertes Handelssystem, kann er zur vollständig automatisierten Umsetzung einer Strategie genutzt werden. Expert Advisors erkennen Ein- und Ausstiegssignale und setzen zusätzlich alle Vorgaben zum Risiko- und Money Management um.
  • FCA
    Das Kürzel FCA steht für Financial Conduct Authority und bezeichnet die wichtigste Finanzaufsichtsbehörde im Vereinigten Königreich. Die FCA ist für die Zulassung und Überwachung von Brokern und Banken zuständig. Die Behörde veröffentlicht Detailinformationen zu zugelassenen Brokern und setzt unseriöse Anbieter auf schwarze Listen. Die FCA ist in Deutschland von relativ großer Relevanz, da viele deutsche Broker als Introducing Broker für britische Anbieter fungieren. In diesem Fall werden die Konten in Großbritannien geführt; die zuständige Aufsichtsbehörde ist dann die FCA und nicht die deutsche BaFin.
  • Feinunze
    Eine Feinunze ist eine Gewichtseinheit. Die Größe von CFDs auf Edelmetalle wird in Anzahl der Feinunzen angegeben, auf die sich ein Kontrakt bezieht. Eine Feinunze entspricht 31,103 g (exakt: 31,1034768 g). In Kontraktangaben findet sich häufig die Bezeichnung oz. Dies geht auf den englischsprachigen Begriff oz. tr. (troy ounce) zurück.
  • Finanzierungskosten
    Im CFD Handel fallen Finanzierungskosten an. Der Grund: Anleger hinterlegen mit der Margin lediglich einen geringen Anteil des Positionswertes als Eigenkapital. Der Rest des Positionswertes wird durch den Broker finanziert. Für diesen Teil fallen Finanzierungskosten an. Bei den meisten Brokern leiten sich die Finanzierungskosten aus einem Referenzzinssatz und einem Zuschlag ab. Die Formel zur Berechnung der Verzinsung könnte zum Beispiel lauten: 3-Monats-Euribor +3 %. Finanzierungskosten werden grundsätzlich taggenau abgerechnet. Viele Broker belasten jedoch entweder mittwochs oder freitags im Voraus die Finanzierungskosten für Wochenenden. Finanzierungskosten können sich für jeden einzelnen Basiswert unterscheiden.
  • FSCS
    Die Abkürzung FSCS steht für Financial Services Compensation Scheme und steht für eine Anlegerentschädigungseinrichtung im Vereinigten Königreich. Das FSCS entschädigt Anleger, wenn in Großbritannien ansässige Broker oder Banken insolvent werden. Im Fall einer Pleite eines CFD Brokers ohne Banklizenz beträgt die maximale Entschädigungssumme 50.000 GBP pro Kunde. Im Fall einer Pleite einer Bank werden maximal 85.000 GBP pro Kunde entschädigt.
  • Garantierte Stop Loss Order
    Eine garantierte Stop Loss oder ergänzt eine klassische Stop Loss Order um eine Garantie des Brokers. Eine klassische Stop Loss Order löst bei Erreichen eines festgelegten Kursniveaus eine unlimitierte Market Order aus. Die tatsächliche Glattstellung der Position kann zu einem davon erheblich abweichenden Kurs erfolgen. Mit einer garantierten Stop Loss Order wird dieses Risiko eliminiert. Dazu ein Fallbeispiel. Es wird eine Longposition in einer Aktie bei einem Kurs von 100 EUR eröffnet. Es wird ein Stop Loss bei 95 EUR gesetzt. Plötzlich kommt es zu einem starken Kursabfall der Aktie. Der Kurs rutscht in einer Bewegung von 100 auf 92 EUR. Dadurch wird die Stop Loss Order ausgelöst. Die Ausführung erfolgt jedoch erst zum nächstbesten Kurs von 92 EUR und damit deutlich unter dem gewünschten Wert von 95 EUR. Tritt dieser Fall bei einer garantierten Stop Loss Order auf, führt der Broker die Order unabhängig von der tatsächlichen Kursentwicklung zu 95 EUR aus. Das Risiko, die Order selbst nur zu einem schlechteren Kurs glattstellen zu können, trägt der Broker. CFD Broker verlangen für garantierte Stop Loss Orders häufig zusätzliche Gebühren oder Aufschläge auf die Spreads. Zudem gelten meistens größere Mindestabstände vom aktuellen Kurs.
  • Geldkurs
    Der Geldkurs ist der Kurs, zu dem eine Longposition geschlossen und eine Shortposition eröffnet wird. Der Geldkurs ist damit das Gegenstück zum Briefkurs. Der Geldkurs ist stets niedriger als der Briefkurs. Eine Longposition wird zwar zum Briefkurs gekauft, direkt danach aber zum Geldkurs bewertet. Daraus resultiert im CFD Handel ein minimaler Verlust direkt nach der Einbuchung einer Position. Der Verlust entspricht dem Spread zwischen Geldkurs und Briefkurs.
  • Halfturn
    Der Begriff Halfturn ist im Zusammenhang mit Kommissionen relevant. Findet sich bei den Angaben zu Kommissionen eines CFD Brokers der Zusatz Halfturn, fällt die Kommission zweimal an: Einmal bei der Eröffnung und einmal bei der Schließung der Position. Ein Beispiel: Ein Broker verlangt eine Kommission in Höhe von 3 US-Dollar Halfturn pro Standardlot. Dann fallen pro gehandeltem Standardlot tatsächlich 6 US-Dollar an.
  • Hebel
    Der Hebel bzw. die Hebelwirkung bezeichnen im CFD Handel das Vielfache des Einsatzes an Eigenkapital, mit dem gehandelt wird. Der Hebel ist eine ganz wesentliche Eigenschaft des CFD Handels. Die Hebelwirkung ergibt sich aus dem Eigenkapitaleinsatz und damit der Initial Margin. Hebel und Initial Margin stehen in reziprokem Verhältnis zueinander. Beträgt die Margin zum Beispiel 5 % (0,05), entspricht dies einem 20-fachen Hebel. Ein Beispiel: Eine Aktie notiert bei 1000 EUR, der Nominalwert eines CFDs auf die Akte beläuft sich ebenfalls auf 1000 EUR. Der Broker verlangt eine Initial Margin in Höhe von 5 %. Dies entspricht 50 EUR. Ein Trader hinterlegt somit 50 EUR und eröffnet eine Longposition. Die Aktie steigt um 5 % auf 1050 EUR. Der Gewinn des Traders beläuft sich auf 50 EUR bzw. 100 % seines Einsatzes. Der prozentuale Gewinn ergibt sich somit aus der Multiplikation der eigentlich Marktbewegung (5 %) mit dem Hebel (20).
  • ICF
    Die Abkürzung ICF steht für Investor Compensation Fund. Dabei handelt es sich um eine Anlegerentschädigungseinrichtung des Staates Zypern. Der ICF entschädigt Anleger im Fall einer Pleite von in Zypern ansässigen Brokern und Banken. Entschädigt werden Forderungen zu 90 % bis maximal 20.000 EUR pro Kunde.
  • Inaktivitätsgebühr
    Einige CFD Broker verlangen eine Gebühr, wenn für einen bestimmten Zeitraum nicht gehandelt wurde. Typisch sind zum Beispiel Gebühren in der Größenordnung von ca. 10 EUR pro Monat, wenn über drei Monate keine Handelsaktivität stattfand. Die Gebühren finden sich im Preisverzeichnis. Gebühren werden nur solange belastet, wie sich Guthaben auf dem Konto befindet.
  • Indexpunkt
    Indices wie zum Beispiel der DAX werden in Punkten gemessen. Die Punkte sind im CFD Handel vor allem im Hinblick auf die Spreads und die Kontraktgröße relevant. Die Kontraktgröße bestimmt sich als Eurobetrag pro Indexpunkt. Legt ein Broker den Kontrakt zum Beispiel auf 1,0 EUR pro 1,0 Indexpunkte fest, kostet ein DAX CFD bei 12.000 Punkten Indexstand 12.000 EUR. Mit der Kenntnis der Kontraktgröße lassen sich die Kosten des Spreads einfach ermitteln. Bei einem Spread von zum Beispiel 3,0 Punkten und einem Punktwert von 1,0 EUR beläuft sich der Gegenwert des Spreads auf 3,0 EUR.
  • Indikator
    Ein Indikator ist ein Messwert, der Rückschlüsse über die mögliche künftige Kursentwicklung ermöglichen soll. Im Bereich der technischen Analyse werden Kursbewegungen und daraus abgeleitete Daten gemessen. Zu den bekanntesten Indikatoren zählen gleitende Durchschnitte. Diese zeigen an, ob ein Trend vorliegt oder nicht. Indikatoren sind in fast jeder Handelsplattform enthalten. Der große Vorteil gegenüber manuell eingesetzten Zeichenwerkzeugen liegt in der größeren Objektivität.
  • Initial Margin
    Die Initial Margin ist die Sicherheitsleistung, die zur Eröffnung einer CFD Position erforderlich ist. Im Gegensatz zur Initial Margin markiert die Maintenance Margin den Betrag, der zur Aufrechterhaltung einer bereits geöffneten Position benötigt wird. Die Initial Margin legt zugleich fest, mit welcher Hebelwirkung gehandelt werden kann. Je niedriger die Margin, desto höher der Hebel. Eine Margin in Höhe von 5 % ist gleichbedeutend mit einem Hebel von 1:20. Die minimal erforderliche Initial Margin ergibt sich aus Vorgaben der Regulierungsbehörden. Die Vorgaben lauten: 3,33 % für große FX-Währungspaare 5 % für kleine FX-Währungspaare, Gold und große Indices 10 % für Rohstoffe außer Gold und kleinere Aktienindices 20 % für Einzelaktien 50 % für Kryptowährungen
  • Kerzenchart
    Kerzencharts werden auch als Candlestick bezeichnet und gelten als Chartvariante der Profis. In einem Kerzenchart bezieht sich jede Kerze auf genau eine Periode (zum Beispiel 1 Tag, 1 Woche, 1 Stunde etc.). Die Kerze besteht aus einem Körper, einem Docht und einem Schatten. Eine Kerze kann rot oder weiß sein. Bei einer weißen Kerze liegt der Schlusskurs der Periode über dem Eröffnungskurs der Periode. Der Schlusskurs entspricht dann dem oberen Rand des Kerzenkörpers. Der Docht markiert den Höchstkurs, der Schatten den Tiefstkurs. Bei einer roten Kerze liegt der Schlusskurs der Periode unter dem Eröffnungskurs der Periode. Der Schlusskurs entspricht dem unteren Rand des Kerzenkörpers.
  • Kommissionen
    Broker können Kommissionen verlangen. Dies sind Gebühren für den Handel. Kommissionen fallen bei allen Brokern an, die keine Gebühren in den Spreads platzieren. Kommissionen können prozentual oder als Fixpreis pro Standardlot angegeben werden. Bei Aktien CFDs beträgt die Kommission zum Beispiel auf 0,1 %. Im FX Handel fällt häufig eine Gebühr in Höhe von zum Beispiel 5 US-Dollar pro Standardlot an. Dies bedeutet, dass die Gebühr bei einem Minilot 0,50 USD und bei einem Microlot 0,05 USD beträgt. Fällt eine Gebühr roundturn an, bezieht sie sich auf die Kosten bei Eröffnung und Schließung der Position zusammen. Fällt eine Gebühr halfturn, fällt sie zweimal an.
  • Kontraktgröße
    Jeder CFD Broker legt für jeden CFD einen Kontraktwert fest. Die Kontraktgröße bestimmt, welcher Gegenwert mit 1,0 Kontrakten gehandelt wird. Bei Indices wird die Kontraktgröße in Euro bzw. US-Dollar pro Punkt angegeben. Ein DAX Kontrakt könnte zum Beispiel mit einer Kontraktgröße von 1,0 EUR pro Punkt, ein Dow-Jones CFD mit einem Kontraktwert von 1,0 USD pro Indexpunkt ausgestattet sein. Bei CFDs auf Edelmetalle wird die Kontraktgröße zumeist in der Anzahl der Feinunzen pro Kontrakt angegeben. Im Handel mit CFDs auf Öl bezieht sich die Kontraktgröße auf die Anzahl der gehandelten Barrel.
  • Limit Order
    Mit einer Limit Order verhindern Anleger, dass Orders zu unerwünschten Kursen ausgeführt werden. Bei einer Kauforder definiert ein Limit den höchsten Kurs, zu dem die Order ausgeführt werden darf. Ausführungen über diesem Kurs sind dann ausgeschlossen. Bei Verkaufsorders definiert ein Limit den niedrigsten Kurs, zu dem die Ausführung durch den Anleger gestattet wird. Limit Orders sind insbesondere in weniger liquiden Märkten unverzichtbar. Dies gilt zum Beispiel für CFDs auf einzelne Aktien.
  • Linienchart
    Ein Linienchart ist eine Variante zur Darstellung von Kursverläufen. Bei einem Linienchart wird der letzte Kurs der Periode als Punkt In den Chart eingezeichnet. Anschließend werden alle Punkte miteinander verbunden. Wird ein Linienchart als Tageschart dargestellt, werden somit alle Tagesschlusskurse eingezeichnet. Liniencharts  verschweigen viele Informationen und sind deshalb nur bedingt empfehlenswert.
  • Longposition
    Mit einer Longposition wird auf steigende Kurse spekuliert. Eine Long CFD Position bildet den Kauf des zugrunde liegenden Basiswertes ab. Bei steigenden Kursen gewinnt der Inhaber einer Longposition, bei fallenden Kursen kommt es zu Verlusten. Longpositionen werden zum Briefkurs eröffnet und zum Geldkurs geschlossen.
  • Maintenance Margin
    Die Maintenance Margin bezeichnet eine Sicherheitsleistung, die zur Aufrechthaltung einer Position erforderlich ist. Die Maintenance Margin versteht dabei als Prozentsatz der Initial Margin. Wird der erforderliche Wert der Maintenance Margin unterschritten, schließt der Broker automatisch Positionen. Die Maintenance Margin beläuft sich bei vielen Brokern zum Beispiel auf 30 % der Initial Margin. Ein Beispiel: Bei einer Aktienposition im Marktwert von 1000 EUR ist eine Initial Margin in Höhe von 5 % erforderlich. Die Maintenance Margin beträgt 30 % der Initial Margin. Dieser Schwellenwert ist bei einem Verlust in Höhe von 3,5 % erreicht. Tritt ein solcher Verlust auf, wird der Broker die Position glattstellen.
  • Margin
    Die Margin bezeichnet im CFD Handel eine Sicherheitsleistung. Die Margin wird durch Trader beim Broker hinterlegt, wenn Positionen eröffnet werden. Die Margin wird als Prozentsatz angegeben. Verlangt ein Broker zum Beispiel eine Margin in Höhe von 5 %, müssen 5 % des gehandelten Marktwertes als Sicherheitsleistung auf dem Konto vorhanden sein. Diese werden bei der Eröffnung der Position auf dem Konto geblockt. Es gibt zwei relevante Marginsätze. Die Initial Margin ist die zur Eröffnung einer Position notwendige Margin. Die Maintenance Margin ist die zur Aufrechthaltung einer Position notwendige Margin.
  • Markt Spread
    Der Spread im Handel mit CFDs setzt sich in der Praxis häufig aus zwei Komponenten zusammen. Der Spread, der an der Referenzbörse gilt, wird auch als Marktspread bezeichnet. Dies ist der Teil des Spreads, auf den der Broker keinen Einfluss hat. Verlangt ein Broker Kommissionen und nimmt keine Änderungen an den Spreads vor, können Anleger zu diesem Marktspread handeln. Bei vielen Brokern (insbesondere jenen, die auf explizite Kommissionen verzichten) wird jedoch ein Zuschlag auf den Marktspread vorgenommen. Dieser Zuschlag wird auch als Brokerspread bezeichnet.
  • MetaTrader
    MetaTrader ist eine Handelsplattform für den CFD Handel. Die Software wird durch zahlreiche Broker eingesetzt. Entwickelt wurde Meter Trader durch MetaQuotes. Der Grund für die weiter Verbreitung unter Brokern besteht darin, dass die Lizenz für Broker kostenlos ist. Neben der ursprünglichen Version MetaTrader 4 (MT4) gibt es mittlerweile auch die Nachfolgeversion MetaTrader 5  (MT5). MetaTrader enthält ein Chartingtool, zahlreiche Indikatoren und eine Entwicklungs- und und Testumgebung für automatisierte Handelssysteme (Expert Advisors). Die Plattform steht als Clientversion (zum Download), webbasiert und für mobile Endgeräte zur Verfügung.
  • Microlot
    Ein Microlot definiert eine Kontraktgröße im FX Handel. Ein Microlot entspricht 0,01 Standardlots. Da ein Standardlot 100.000 Einheiten der Handelswährung entspricht, umfasst ein Microlot 1000 Einheiten der Handelswährung. In der Notierung EUR/USD ist der Euro die Handelswährung.
  • Minilot
    Ein Minilot  definiert einen Kontraktwert im Devisenhandel. Ein Minilot beträgt 0,1 Standardlots. Da ein Standardlot 100.000 Einheiten der Handelswährung beträgt, entspricht ein Minilot 10.000 Einheiten der Handelswährung. In der Notierung EUR/USD ist der Euro die Handelswährung.
  • Nachschusspflicht
    Als Nachschusspflicht wird eine Situation bezeichnet, in der ein Trader Verluste erlitten hat, die seine Einlage übersteigen. Das Konto befindet sich dann im Minus. Nachschusspflichten sind im CFD Handel für Privatanleger mittlerweile ausgeschlossen. CFD Handelskonten können keine negativen Salden annehmen. In früheren Zeiten kam es zu Nachschusspflichten, wenn hoch gehebelte Kontrakte bei extremen Kursveränderungen nicht rechtzeitig glattgestellt werden konnten.
  • Orderticket
    Das Orderticket ist ein Bestandteil der Handelsplattform. Über das Orderticket erteilen Trader ihrem Broker Aufträge. Im Orderticket werden alle relevanten Parameter eines Auftrags bestimmt. Dazu zählen die Positionsgröße, die Handelsrichtung (long oder short), Stop Loss und Take Profit sowie der Ordertyp (zum Beispiel Stop Buy Order oder Stop Buy Limit).
  • Pip
    Ein Pip ist eine wichtige Rechnungseinheit im Devisenhandel. Ein Pip bezeichnet eine Änderung eines Devisenkurses auf der vierten Nachkommastelle. Ändert sich der EUR/USD Wechselkurs zum Beispiel von 1,2540 auf 1,2541 ist der Kurs um 1,0 Pips gestiegen. Kursveränderungen im Devisenhandel werden zumindest im Trader Jargon häufig in Pips angegeben. Auch die Performance von Strategien im FX Handel wird häufig in Pips gemessen. Darüber hinaus geben CFD Broker typischerweise ihre Spreads in Pips an. Viele Broker notieren Devisenpaare mit fünf Nachkommastellen. Eine Änderung auf der fünften Nachkommastelle um eine Einheit entspricht dann 0,1 Pips. Was ist ein Pip wert? Wird eine FX Position im Umfang von 1,0 Standardlots gehandelt, entspricht ein Pip zehn Einheiten der Preiswährung. In der Notierung EUR/USD ist der US-Dollar die Preiswährung.
  • Positionsgrößenbestimmung
    Positionsgrößenbestimmung bezeichnet das Festlegen der Positionsgrößen eines Trades. Trader entscheiden, wie viele Kontrakte eines CFDs sie kaufen. Bei den meisten Brokern können neben ganzen Kontrakten auch Teile von Kontrakten gehandelt werden. Es ist zum Beispiel möglich, 0,5 oder 1,5 DAX Kontrakte zu handeln. Dadurch lässt sich die Positionsgröße sehr gut dem eigenen Konto anpassen. Die Positionsgrößenbestimmung ist für das Risikomanagement relevant. In Kombination mit einer Stop Loss Order bestimmt die Positionsgröße, wie hoch der Maximalverlust in einem Trade ausfällt. Dieser Maximalverlust sollte nur einen sehr geringen Prozentsatz des Kontos ausmachen.
  • Regulierungsbehörde
    CFD Broker sind Unternehmen des Finanzsektors. Deshalb werden die Broker relativ streng beaufsichtigt. Die Aufsicht üben Behörden wie zum Beispiel die BaFin (Deutschland), die FSA (Großbritannien), die CySEC (Zypern) oder nationale Zentralbanken (Irland) aus. Die Behörden erteilen Lizenzen, mit denen Broker den CFD Handel anbieten dürfen. Zur Aufgabe der Regulierungsbehörden gehört es darüber hinaus, die Geschäftstätigkeit der Broker in bestimmtem Umfang zu überwachen. Behörden können Anbieter auf sogenannte schwarze Listen setzen, Verbote aussprechen oder von Brokern einzelne Maßnahmen einfordern.
  • Roundturn
    Der Begriff Roundturn ist für die Angabe von Kommissionen im CFD Handel relevant. Fällt eine Kommission Roundturn an, bezieht sich die Angabe des Preises auf die Kosten für Eröffnung und Schließung der Position zusammen. Im Gegensatz dazu bedeutet eine Halfturn abgerechnete Kommission, dass der angegebene Preis einer bei der Eröffnung und ein weiteres Mal bei der Schließung einer Position anfällt.
  • S & P 500
    Der S & P500 (Standard & Poor‘s 500) ist ein US-amerikanischer Aktienindex. Im Index sind die 500 größten börsennotierten US-Unternehmen vertreten. Der S & P 500 zählt zu den wichtigsten Indices der Welt. Dies ist auf die große wirtschaftliche Bedeutung der darin enthaltenen Unternehmen zurückzuführen. Nahezu alle CFD Broker mit CFDs auf Indices bieten auch Kontrakte auf den S & P  500 an. Häufig gibt es auch CFDs auf den S & P 100. Dieser enthält die 100 größten US-Unternehmen.
  • Shortposition
    Mit Shortpositionen wird auf fallende Kurse spekuliert. Eine Shortposition in einem CFD bildet den Leerverkauf des zugrunde liegenden Basiswerts ab. Bei einem Leerverkauf leihen sich Marktteilnehmer zum Beispiel Aktien und verkaufen diese. Sinkt der Kurs, können die Aktien zu einem günstigeren Kurs zurückgekauft und zurückgegeben werden. Die Kursdifferenz entspricht (vereinfacht) dem Gewinn.
  • Slippage
    Slippage bezeichnet Kursabweichungen zwischen dem Moment der Ordererteilung und der Orderausführung. Konkret liegt Slippage vor, wenn der Ausführungskurs einer Order von dem Kurs abweicht, der zu dem Zeitpunkt angezeigt wurde, zu dem der Trader den „Kaufen“ Button der Trading Software betätigt. Slippage ist grundsätzlich Bestandteil gewöhnlicher Marktpreisveränderungen. Tritt Slippage jedoch häufiger und in größerem Umfang auf und führt das Auftreten zudem ausschließlich zu schlechteren Kursen, könnte eine Übervorteilung durch den Broker vorliegen. Slippage ist grundsätzlich in beide Richtungen möglich. Wird die Order zu einem günstigeren als dem zuletzt angezeigten Kurs ausgeführt, handelt es sich um positive Slippage.
  • Spreads
    Der Spread wird auch als Geld-Brief-Spanne bezeichnet. Es handelt sich um den Unterschied zwischen dem Ankaufspreis und dem Verkaufspreis eines CFDs. Der Spread ist ein wesentlicher Bestandteil der Kosten im CFD Handel. Zugleich markiert er einen wesentlichen Teil der Einnahmen des Brokers. Je enger die Spreads, desto besser für Trader. Ein Beispiel: Ein Broker quotiert den DAX CFD mit 9.999 zu 10.001 Punkten. Der Spread beträgt dann 2,0 Punkte. Longpositionen werden zum höheren Kurs (dem Briefkurs) eröffnet und zum niedrigeren Kurs (dem Geldkurs) geschlossen. Bei Shortpositionen verhält es sich genau andersherum.
  • Standardlot
    Ein Standardlot ist einer Kontraktgröße im Devisenhandel. Eine FX Position im Umfang von 1,0 Standardlots entspricht 100.000 Einheiten der Handelswährung. In der Notierung EUR/USD ist der Euro die Handelswährung. Bei vielen Brokern erfolgt die Eingabe der Positionsgröße in Bruchteilen oder Vielfachen von Standardlots. Als Minilot wird eine Position von 0,1 Standardlots bezeichnet. Microlots bezeichnen eine Position von 0,01 Standardlots und entsprechen damit 1000 Einheiten der Handelswährung.
  • Stop Limit Order
    Eine Stop Limit Order kombiniert eine Stop Order mit einem Limit. Ein Beispiel: Eine Aktie notiert bei 100 EUR. Ein Anleger platziert eine Stop Order bei 102 EUR, weil er beim Erreichen dieses Kurses einen charttechnisch relevanten Ausbruch sieht. Erreicht oder überschreitet der Kurs einmalig 102 EUR, wird die Kauforder ausgelöst. Zusätzlich wird ein Limit bei 105 EUR platziert. Dieses Limit schließt aus, dass die Kauforder zu Kursen über 105 EUR ausgeführt wird. Ohne Limit handelt es sich bei einer Stop Order um eine unlimitierte Market Order.
  • Stop Loss
    Mit einer Stop Loss Order werden Risiken begrenzt. Eine Stop Loss Order definiert  bei einer Longposition ein Kursniveau unterhalb des Einstiegskurses. Wird dieses Kursniveau erreicht, wird automatisch eine Glattstellungsorder ausgelöst. Die Order wird auch dann ausgelöst, wenn der Trader gerade nicht eingeloggt oder offline ist. Nach dem Auslösen der Stop Loss Order wird die Position zum nächstbesten Kurs glattgestellt. Eine Stop Loss Order kann je nach Broker entweder nur bei der Eröffnung einer Position oder auch nachträglich erteilt werden. Ein Beispiel: Ein Trader eröffnet eine Longposition im DAX CFD bei 11.570 Punkten. Er platziert eine Stop Loss Order bei 11.550 Punkten. Fällt der Kurs einmalig auf 11.550 Punkte oder darunter, wird die Order ausgelöst. Die Order bleibt auch dann aktiv, wenn der Kurs danach wieder steigt.
  • Stop Order
    Eine Stop Order ist eine Order, die beim Erreichen eines bestimmten Kursniveaus ausgelöst wird. Stop Orders können als Kauforders oder Verkaufsorders platziert werden. Das Grundprinzip am Beispiel: Der Kurs einer Aktie notiert bei 100 EUR. Ein Anleger platziert eine Stop Buy Order bei 102 EUR. Erreicht oder überschreitet der Kurs einmalig 102 EUR, wird die Kauforder automatisch ausgelöst. Ebenso könnte das Stop Level bei 98 EUR platziert werden. Eine Stop Order kann mit einem Limit kombiniert werden. Ist dies nicht der Fall, handelt es sich um eine unlimitierte Kauf- bzw. Verkaufsorder.
  • Trailing Stop
    Ein Trailing Stop ist eine Stop Loss Order, die bei steigenden Kursen automatisch nachgezogen wird. Dadurch können Gewinne dynamisch abgesichert werden. Ein Beispiel: Eine Trailing Stop Order sieht vor, das Stop Loss um 10 % anzuheben, wenn der Kurs um 10 % steigt. Eine Aktie wird zum Kurs von 100 EUR gekauft. Das Stop Loss liegt Initial bei 90 EUR. Die Aktie steigt auf 110 EUR. Wird dieser Kurs einmalig erreicht oder überschritten, wird das Stop Loss automatisch auf 99 EUR angehoben. Steigt der Kurs um weitere 10 % auf 121 EUR, kommt es zu einer erneuten Anhebung das Stop Loss Levels um 9,90 EUR auf dann 108,90 EUR.
  • Trendfolgestrategie
    Eine Trendfolgestrategie zielt darauf ab, Gewinne durch Handeln in Richtung bestehender Trends zu erzielen. Trendfolgestrategie in sind intraday, aber auch auf allen anderen Zeithorizonten möglich. Jede Trendfolgestrategie basiert auf einer wesentlichen Prämisse der Technischen Analyse. Diese besagt, dass ein bestehender Trend sich mit einer größeren Wahrscheinlichkeit fortsetzt, als dass es zu einer Trendumkehr kommt (The Trend is your friend). Werkzeuge für die Umsetzung von Trendfolgestrategien sind zum Beispiel Trendlinien- und Trendkanäle, Regressionsgeraden und trendfolgende Indikatoren wie zum Beispiel gleitende durchschnitte oder MACD.
  • Trendlinie
    Eine Trendlinie dient zur Visualisierung von Trends. Eine Trendlinie ist eine Gerade, die mindestens zwei Punkte miteinander verbindet. Bei diesen Punkten handelt es sich im Fall einer Aufwärtstrendlinie um Tiefs. Trendlinien werden entlang der Tiefs eines aufwärtsgerichteten Trends und entlang der Hochs eines abwärtsgerichteten Trends eingezeichnet. Je mehr Hochs bzw. Tiefs eine Trendlinie miteinander verbindet, desto signifikanter ist die Linie. Der Bruch einer Trendlinie gilt als wichtiges Signal für eine mögliche Richtungsänderung des Marktes. Umgekehrt geht die Technische Analyse davon aus, dass ein intakter Trend sich mit einer größeren Wahrscheinlichkeit fortsetzt als dass er endet.
  • Verlustbegrenzung
    Als Verlustbegrenzung werden Maßnahmen bezeichnet, die die in einem einzelnen Trade maximal möglichen Verluste beschränken sollen. Verlustbegrenzung gilt als unverzichtbarer Bestandteil jeder Handelsstrategie. Die wichtigsten Maßnahmen zur Verlustbegrenzung sind eine zum Konto passende Positionsgrößenbestimmung und der Einsatz von Stop Loss Orders. Durch die Kombination der Maßnahmen kann ein Betrag festgelegt werden, der bei einem ungünstigen Verlauf eines Trades verloren geht. Dieser Betrag sollte auf einen geringen Prozentsatz des Kontostands beschränkt werden. Ein Fallbeispiel: Es wird eine Longposition auf die XYZ Aktie zum Kurs von 100 EUR eröffnet. Dabei wird eine Stop Loss Order bei 95 EUR platziert. Bei ungünstigem Verlauf gehen damit 5 EUR pro Kontrakt verloren. Bei einer Kontogröße von 5000 EUR können somit zehn Kontrakte gekauft werden. Das maximale Verlustrisiko beträgt dann 50 EUR. Dies entspricht 1 % des Kontos.
  • Wiederherstellungseffekt
    Der Wiederherstellungseffekt bezeichnet das Phänomen, das im Handel erlittene Verluste nur mit größeren prozentualen Gewinnen wieder ausgeglichen werden können. Ein Beispiel: Wer 20 % seines Kontos verliert, muss anschließend einen Gewinn in Höhe von 25 % erzielen, um den Verlust auszugleichen. Wer 50 % seines Kontos verliert, benötigt bereits 100 % Gewinn – usw.
  • WTI
    Wie Abkürzung WTI steht für West Texas Intermediate und bezeichnet eine Ölsorte. Sehr viele CFDs beziehen sich auf diese Ölsorte. WTI ist eine leichte Rohölsorte aus den USA mit geringem Schwefelgehalt. Der Preis des Öls wird in US-Dollar pro Barrel (knapp 159 l) angegeben. Ein CFD auf WTI kann sich auf 1,0 Barrel oder auf größere Mengen beziehen. Viele CFDs bilden einen WTI Future ab. Der WTI Kurs ist von Kursen anderer Ölsorten wie zum Beispiel Brent zu unterscheiden.